Bei einer Runde über den Schloßberg nehme ich euch ins späte 17. Jahrhundert mit. Gern erzähle ich euch von dem „neuen Schenkhoff am uhralten Mühlenweg, in dem illegales Bier verzapft wurde“. Ich kann euch sagen, ich bin damals vielleicht ins Gerede gekommen, wurde gar von trinkfreudigen Städtern, „die zum Zechen ins Kellerhaus ausliefen“ und wegen Genusses fremden Bieres zu 20 Groschen Strafe oder zwei Tagen Gefängnis verurteilt wurden, bezichtigt, ich hätte sie zu Weißbier beschwätzt, wo sie doch nur Milch trinken wollten. Aber nicht nur von Bierausfällen will ich euch berichten, sondern auch, was ich aus dem Munde meiner seeligen Großmutter weiß. Sie hat noch auf dem Schloß gedient, als der Dresdner Hofstaat wegen der Pest hier residierte. Sie kannte auch alle Geschichten über die Äbte und Mönche und hat sie mir hinter vorgehaltener Hand zugeflüstert. Manche davon sind pikant und andere schön schauerlich. Wenn ihr sie auch hören wollt, ich erwarte euch an der Ausspanne. Aber tratscht dann hinterher bloß nicht rum, muss ja nicht jeder wissen.

Wenn Sie keine Geschichte auf unterhaltsame Art mögen, darf es auch gern ein ganz trockener Rundgang mit verbrieften geschichtlichen Fakten ohne Klatsch und Tratsch sein.

Gruppenpreis 50,00 EUR, Dauer ca. 1 h